Nein, nein kein Live-Album, sondern ein Rückblick auf Pac’s Leben. „Gab es schon alles!“, ja hab ich mir auch gedacht. Und irgendwie scheint kein Jahr zu vergehen, ohne dass nicht schon wieder ein Pac Album veröffentlicht wird. Wieviel hat der denn zu Lebzeiten geschrieben? Wer verdient eigentlich an diesen Alben? Und lohnt es sich das Zeug zu shoppen?
Wer daran verdient kann ich euch nicht sagen. Im Booklet prangt jedenfalls das „Tupac Amaru Shakur Center for the Arts“. Allerdings steht darunter nicht das die Einnahmen des Albums in die Richtung fließen, sondern es wird um Spenden gebeten. Irgendeiner muss ja auch noch die vielen Features bezahlen. Oder kamen die gar freiwillig um noch mal mit dem Idol zu „recorden“? T.I.? Chamillionaire? Ashanti?
Fakt ist, das das hier nun schon das 11. Pac Album ist, welches nach seinem Tod veröffentlicht wird. Und ob der mit den fertigen Endprodukten zufrieden war darf bezweifelt werden.
Das Konzept von dieser Veröffentlichung ist denkbar einfach. Man nehme ein paar Pac-Lyrics, Hitproduzenten wie Swizz Beats und ein paar Peops um die ganze Show zu lockern. Ob die Gastfeatures irgendwas mit Pac am Hut hatten bleibt Nebensache. Hauptsache man hat mit „Pac’s Life“ (in 2 Versionen) einen Hit für die Pop-Charts. Die T.I. und Ashanti Version erinnert mich spontan an Fat Joe-Tracks und bringt mich fast zum weinen. So was wollte ich von 2Pac nicht hören. Da kann auch die zweite Version mit Snoop und Chris Starr nichts retten. Warum mussten es überhaupt zwei sein? Reine Verschwendung von Ressourcen in Form von Geld, Zeit und Ruf.
Ebenso die zwei „Untouchable“ Mixes. Mir hätte die Swizz Beatz Version vollkommen gereicht. Hier gibt’s nämlich auch die Bone Thugs-n-Harmony, die ich mir auf „Thug Stories“ gewünscht hätte. Einer der stärkeren Tracks des Albums.
Das einzige Mal, wo ich dieses zwei Versionen Ding verstehe ist „Playa Cardz Right“ in Male und Female Fassung. Während auf der Male Version Ludacris und Keon Bryce für den männlichen Touch sorgen, wird die Female Version von Keyshia Cole gesungen. Zusammen mit dem entspannten Piano denk ich an die Barband aus Gridlock’d zurück. Sehr gelungen ist auch „Sleep“. Für den Beat sorgte Sha Money XL und für den gewissen „Ridin“ Touch in den Lyrics Chamillionaire und Young Buck.
13 Tracks, von denen 6 getrost in der Tonne bleiben konnten. Ob sich der Kauf des kompletten Albums wirklich lohnt darf bezweifelt werden. Echte Fans werden vom Titeltrack derbe abgeschreckt werden, sollten aber bis „Dumpin“ und „Sleep“ mit dem „entsorgen“ und „einschlafen“ warten.
