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Archive for September, 2007

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Wer hätte das gedacht, in einem – aus HipHop-Sicht – eher unaufgeregtem Jahr 2007 gibt es sie noch, diese kleinen musikalischen Meisterwerke. Gemeint sind damit eher weniger notorische Großverdiener à la Kanye, Curtis und Shawn, sondern zwei echte „blue collar worker“ aus dem Sonnenstaat Kalifornien. Namentlich Blu, seineszeichen LAs größtes Raptalent, sowie Producer/DJ/Gelegenheits-Rapper Exile, u.a. verantwortlich für „Pearly Gates“, den einzigen Lichtblick auf Mobb Deeps letztjährigem G-Unit Einstand „Blood Money“.

Nachdem Blu auf diversen Touren als Supportact für Aloe Blacc und DJ Exile auftrat und man hier musikalisch, als auch menschlich harmonierte, lag es Nahe, auch gemeinsam ins Studio zu gehen. Die klassische Formel „one MC, one Producer“ bewahrheitet sich auch hier als Erfolgsrezept. Exile erschafft auf der gesamten Albumlänge ein kohärentes Soundbild, seine Beats sind mal druckvoll, mal schleppend und immer voller Seele. Eine Prise Pete Rock hier, ein Schuss Dilla da – fertig ist der “golden-rap-sound”  2007. Ähnliche Kaliber dienen dann auch Blu als Inspirationsquelle. So zitiert er an einer Stelle Nas, an anderer droppt er Namen wie DeLaSoul, Common oder CL Smooth.

Der 24-jährige versteht es den Hörer zu fesseln, sei es mit seinem scharfen, bissigen Flow, den cleveren Wortspielen oder den augenzwinkernden, persönlichen Anekdoten aus dem täglichen Leben (Job, Freundin, Familie). Lyrisch zudem alles auf einem sehr hohen Level. Einen einzelnen Track der 14 Songs herauszuheben wäre ungerecht, das gesamte Album ist in sich geschlossen und jeder Song eine Perle für sich. Der Wiedererkennungswert beim europäischen Durchschnittshörer ist hoch, keine Angeberstorys, keine Gangster-Geschichten – einfach schöne Ausschnitte aus dem Leben eines Mittelklasse-Kids. So ergänzt „Below The Heavens“ auch logisch den Katalog der sogenannten „Neo-Backpack-Arä“ von Künstlern wie Black Milk, Lupe Fiasco oder Kev Brown.

„Yo Hip Hop/started out in the heart…“ so sieht es Blu – eine Herzensangelegenheit ist auch „Below the Heavens“. Ehrliche, bodenständige Raps über ebenso verwurzelte, zeitlose Beats machen dieses Album zu einem ganz heißen Anwärter für den Titel des „Album des Jahres“. Don’t sleep!

Artist: Blu & Exile
Producer: Exile
Features: Ta’raach, Miguel Jontel, Joseph, Aloe Blacc, Exile, Koochiemonstars
Release Date: 14.08.2007
http://www.myspace.com/herfavcolor
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26 Sep 2007

Blu & DJ Exile – Below The Heavens

Author: Benson | Filed under: CD / LP Reviews, News, Reviews

50 Cent-CurtisWie Fiddy zu dem Albumtitel kam ist schnell erzählt, er schnappte sich einfach seinen bürgerlichen Vornamen und setzte ihn aufs Cover, fertig. Dazu noch mit einer Mischung aus Wut und Verzweiflung, die Hände über den Kopf schlagend, in die Kamera geguckt und fertig ist der Hotshot. Wer jetzt, ob des persönlichen Titels und der Denkerpose ein Album erwartet, das tief ins Privatleben blicken lässt und auch mal kritisch reflektiert, liegt falsch: „From the Benzo to the Enzo (Ferrari)“ ist hier das Motto. Mehr Cash, mehr Gewalt und wenn‘s geht auch mehr Sex. So einfach kann man zusammenfassen.

Das bei dieser Reise niemandem langweilig wird und der Käufer sich nicht nur dafür verantwortlich fühlt, Fiddys nächstes Bracelet bezahlt zu haben, wurde kräftig eingekauft. Nicht nur für die aktuelle Single „Ayo Technology“, die mit den Hitgaranten Timbaland und Timberlake (sollte es Zufall sein, dass die beiden auch noch fast den gleichen Nachnamen tragen?) den Rohrkrepierer „Straight to the bank“ mit Leichtigkeit überholte. Auch Ex-Convict und Konvict-Music Mastermind Akon sorgt für die nötige Portion Schmacht. Bei einem Track der „I still kill“ heißt. Klingt komisch, ist aber so. Der G-Unit Onkel wandert eigentlich auf Albumlänge auf dem schmalen Grat zwischen Gangsta und Pop. Vergleichen wir kurz die beiden Tracks „Curtis 187“ und „Fire“. Während ersteres auf einem Brett, dass mich stark an Cypress Hill erinnert, von der Hood erzählt, fährt letzteres mit Nicole Scherzinger und Young Buck Geschütze auf, die zwar nicht straight zur Bank aber immerhin ziemlich unverblümt in den Club schießen. In „All of me“, das zusammen mit Mary J. Blige aufgenommen wurde, bekommt man die Antwort:

“Its gangsta music even when it’s the smooth shit” Oder eben Clubshit. Unerwähnt lassen kann ich auf keinen Fall “Peep Show”. Hier geht’s, wie sollte es anders sein um eine Peepshow, besucht von 50 und Eminem. Während 50 jedoch „brav“ sein Programm abspult und nicht so richtig zur Sache kommt, schießt Em im letzten Vers den Vogel ab und macht die Peep Show zur Creep Show.

Als 50 Cent Gelegenheitshörer hab ich an dem Album überhaupt nichts auszusetzen, da es doch genauso geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Gut, die T&T Kollabo war etwas überraschend, aber dass man um diese beiden nicht herumkommt, wenn man in den USA auf die 1 will, hab’ selbst ich schon begriffen. Der Rest ist jedoch gewohnte Curtis Jackson Ware, wie man sie von den Vorgänger-Alben gewohnt ist. Wie oben erwähnt: Cash, Gewalt und Sex.

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7 Sep 2007

50 Cent – Curtis

Author: holzkohle | Filed under: CD / LP Reviews, Reviews