Das “Orchestral Intro” lässt Großes erwarten, vom dritten und gleichzeitig letzten Album der Gorillaz. Fünf Jahre nach der Veröffentlichung von „Demon Days“ war es ja auch mal wieder Zeit für neuen Output von Mastermind Damon Albarn. Während man auf neues Blur Material immernoch vergeblich lauert, vereinigen sich die 1998 ins Leben gerufenen Gorillaz erneut und rufen zur Party auf dem Plastic Beach.
Genauer gesagt ruft Snoop Dogg. ”Kids, gather around – Yeah, I need your focus”, heißt er uns in “Welcome to the world of the plastic beach” willkommen. Kano und Bashy holen uns dann an der Rezeption ab und bieten mit ihrem harten UK-Akzent doch einen herben Kontrast zum entspannt flowenden Westcoast-Opa. „White Flag“ erinnert mit seinen Soundsamples dabei ein bisschen an die Puppetmastaz. Während mich die Single „Stylo“ auch beim 10. Durchgang noch nicht kriegt, gelingt es De La Soul und Gruff Rhys mit „Superfast Jellyfish“ gleich beim ersten Mal. Herrlich abgedreht. Wie um alles in der Welt Lou Reed dazu überredet werden konnte auf einem Album mit Comic-Figuren mitzumachen weiß der Geier. Es hat sich jedoch definitiv gelohnt ihn für „Some Kind of Nature“ mit ins Boot zu holen. Abgedrehter Höhepunkt der Platte ist dann für jeden Brass- und Rapfan die Kombination Hypnotic Brass Ensemble & Mos Def, die für „Sweepstakes“ aus einem anfangs minimalistischen und fast schon humorlosen Beat die Jazz-Apkalypse dämmern lassen.
Auch wenn ich bei gut und gerne 80% der Tracks absolut keinen Sinn erkenne und nur mutmaßen kann, dass es im Grunde wohl um Umweltverschmutzung geht, ein absolut empfehlenswertes Album. Was Herr Albarn musikalisch hier zusammengeschustert hat ist experimentell und über weite Strecken klasse, wird kommerziell gesehen aber wohl keine Chance gegen die Vorgänger haben.
The Doggfather is back. Mit einem neuem Job und einer neuen Plattenfirma im Rücken macht sich Calvin Broadus alias Snoop Dogg mit seinem neuesten Streich „Malice `N Wonderland“ daran, ab dem 04.12.09, die Charts wieder durcheinander zu wirbeln. In seinem neuen Büro als Chef von Priority Records kann er über ganz Südkalifornien blicken, der Ort wo Gangsta Rap seinen Ursprung hat. Und so lässt es sich Snoop Doog nicht nehmen, direkt als allererstes zu zeigen, dass er das Rappen noch lange nicht verlernt und man den Gangsta aus ihm nicht herausbekommt.
Nein, nein kein Live-Album, sondern ein Rückblick auf Pac’s Leben. „Gab es schon alles!“, ja hab ich mir auch gedacht. Und irgendwie scheint kein Jahr zu vergehen, ohne dass nicht schon wieder ein Pac Album veröffentlicht wird. Wieviel hat der denn zu Lebzeiten geschrieben? Wer verdient eigentlich an diesen Alben? Und lohnt es sich das Zeug zu shoppen?